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ErkrankungKleinwuchs, idiopathischer; Differentialdiagnose

Zusammenfassung

Kurzinformation

Umfassendes differentialdiagnostisches panel für idiopathischen Kleinwuchs mit 1 Leitlinien-kuratierten und weiteren 9 bzw. insgesamt 17 kuratierten Genen gemäß klinischer Verdachtsdiagnose

ID
KP9753
Anzahl Gene
12 Akkreditierte Untersuchung
Untersuchte Sequenzlänge
26,5 kb (Core-/Basis-Gene)
28,3 kb (Erweitertes Panel)
Analyse-Dauer
auf Anfrage
Material
  • EDTA-Blut (3-5 ml)
Diagnostische Hinweise

NGS +

[Sanger]

 

Genpanel

Ausgewählte Gene

NameExon-Länge (bp)OMIM-GErbgang
ACAN7593AD und/oder AR
FGFR32421AD und/oder AR und/oder SMu
GHR1917AD und/oder AR
IGF1462AR
IGF1R4104AD und/oder AR
IGFALS1818AR
NPR23144AD und/oder AR
PTPN111782AD und/oder SMu
SHOX879PD und/oder PR
STAT5B2364AR
IGF2543AD
IHH1236AD und/oder AR

Infos zur Erkrankung

Klinischer Kommentar

Die menschliche Körpergröße ist ein polygenes Merkmal mit einer Erblichkeit von etwa 80%. Mehr als 700 häufige genetische Varianten erklären 20% der Größenvariation in der Normalbevölkerung. Kleinwuchs ist definiert als Körpergröße, die 2 Standardabweichungen oder mehr unter der mittleren Körpergröße für Kinder dieses Geschlechts und chronologischen Alters in einer gegebenen Population liegt. Dies entspricht einer Körpergröße, die unter der 2,3-Perzentile liegt. Zwei häufige Ursachen für Kleinwuchs sind familiäre und konstitutionelle Verzögerung von Wachstum und Pubertät. Fast jede schwere Systemerkrankung kann zu reduziertem Wachstum als sekundärer Auswirkung führen. Monogen bedingte Kleinwuchs-Ursachen können allen klassischen Erbschemata folgen. Weiterhin sind eine Vielzahl von genetischen Syndromen und angeborenen Fehlbildungen mit Minderwuchs assoziiert, die zunächst zum Teil auch mittels Chromosomenanalyse ausgeschlossen werden können. Systematische Phänotypisierung und umfangreiche genetische Tests ermöglichen in über 30% der Fälle, die zugrundeliegenden Ursachen des Kleinwuchses zu eruieren. Aber ein unauffälliger genetischer Befund bedeutet keinen sicheren Ausschluss der genetischen Beteiligung.

Referenz: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1215/

 

Synonyme
  • Alias: Idiopathic short stature, ISS
  • Allelic: Bladder cancer, somatic (FGFR3)
  • Allelic: CATSHL syndrome (FGFR3)
  • Allelic: Cervical cancer, somatic (FGFR3)
  • Allelic: Colorectal cancer, somatic (FGFR3)
  • Allelic: Crouzon syndrome with acanthosis nigricans (FGFR3)
  • Allelic: Hypercholesterolemia, familial, modifier of (GHR)
  • Allelic: Increased responsiveness to growth hormone (GHR)
  • Allelic: LADD syndrome (FGFR3)
  • Allelic: Leri-Weill dyschondrosteosis (SHOX)
  • Allelic: Leukemia, juvenile myelomonocytic, somatic (PTPN11)
  • Allelic: Metachondromatosis (PTPN11)
  • Allelic: Muenke syndrome (FGFR3)
  • Allelic: Nevus, epidermal, somatic (FGFR3)
  • Allelic: SADDAN (FGFR3)
  • Allelic: Spermatocytic seminoma, somatic (FGFR3)
  • Allelic: Thanatophoric dysplasia, type I-II (FGFR3)
  • Achondroplasia (FGFR3)
  • Acid-labile subunit, deficiency of (IGFALS)
  • Acrocapitofemoral dysplasia (IHH)
  • Acromesomelic dysplasia 1, Maroteaux type (NPR2)
  • Al-Gazali syndrome (B3GALT6)
  • Allelic: ACTH-independent macronodular adrenal hyperplasia (GNAS)
  • Allelic: Brachydactyly, type A1 (IHH)
  • Allelic: Eiken syndrome (PTH1R)
  • Allelic: Failure of tooth eruption, primary (PTH1R)
  • Allelic: Osseous heteroplasia, progressive (GNAS)
  • Chondrodysplasia, Blomstrand type (PTH1R)
  • Ehlers-Danlos syndrome, spondylodysplastic type, 2 (B3GALT6)
  • Epiphyseal chondrodysplasia, Miura type (NPR2)
  • Growth hormone deficiency, isolated, type V (RNPC3)
  • Growth hormone insensitivity with immune dysregulation 1, AR (STAT5B)
  • Growth hormone insensitivity with immune dysregulation 2, AD (STAT5B)
  • Growth hormone insensitivity, partial (GHR)
  • Growth retardation with deafness and mental retardation due to IGF1 deficiency (IGF1)
  • Hypochondroplasia (FGFR3)
  • Insulin-like growth factor I, resistance to (IGF1R)
  • LEOPARD syndrome 1 (PTPN11)
  • Langer mesomelic dysplasia (SHOX)
  • Laron dwarfism (GHR)
  • Metaphyseal chondrodysplasia, Murk Jansen type (PTH1R)
  • Metaphyseal chondrodysplasia, Schmid type (COL10A1)
  • Noonan syndrome 1 (PTPN11)
  • Pituitary hormone deficiency, combined or isolated, 7 (RNPC3)
  • Pseudohypoparathyroidism Ia, Ib, Ic (GNAS)
  • Pseudopseudohypoparathyroidism (GNAS)
  • Short stature with nonspecific skeletal abnormalities (NPR2)
  • Short stature, advanced bone age +/- early-onset osteoarthritis and/or osteochondritis disse. (ACAN)
  • Short stature, idiopathic familial (SHOX)
  • Silver-Russell syndrome 3 (IGF2)
  • Spondyloepimetaphyseal dysplasia with joint laxity, type 1, with/-out fractures (B3GALT6)
  • Spondyloepimetaphyseal dysplasia, aggrecan type (ACAN)
  • Spondyloepiphyseal dysplasia, Kimberley type (ACAN)
Erbgänge, Vererbungsmuster etc.
  • AD
  • AD und/oder AR
  • AD und/oder AR und/oder SMu
  • AD und/oder SMu
  • AR
  • PD und/oder PR
OMIM-Ps
  • Multiple OMIM-Ps
ICD10 Code
E34.3

Bioinformatik und klinische Interpretation

Test-Stärken

  • DAkkS-akkreditiertes Labor
  • EU-Richtlinie für IVD in Umsetzung
  • Qualitäts-kontrolliert arbeitendes Personal
  • Leistungsstarke Sequenzierungstechnologien, fortschrittliche Target-Anreicherungsmethoden und Präzisions-Bioinformatik-Pipelines sorgen für überragende analytische Leistung
  • Sorgfältige Kuratierung klinisch relevanter und wissenschaftlich begründeter Gen-Panels
  • eine Vielzahl nicht Protein-kodierender Varianten, die in unseren klinischen NGS-Tests mit erfasst werden
  • unser strenges Variantenklassifizierungsschema nach ACMG-Kriterien
  • unser systematischer klinischer Interpretations-Workflow mit proprietärer Software ermöglicht die genaue und nachvollziehbare Verarbeitung von NGS-Daten
  • unsere umfassenden klinischen Aussagen

Testeinschränkungen

  • Gene mit eingeschränkter Abdeckung werden gekennzeichnet
  • Gene mit kompletten oder partiellen Duplikationen werden gekennzeichnet
  • es wird angenommen, dass ein Gen suboptimal abgedeckt ist, wenn >90% der Nukleotide des Gens bei einem Mapping-Qualitätsfaktor von >20 (MQ>20) nicht abgedeckt sind
  • die Sensitivität der Diagnostik zur Erkennung von Varianten mit genannten Testeinschränkungen ist möglicherweise begrenzt bei:
  • Gen-Konversionen
  • komplexe Inversionen
  • Balancierte Translokationen
  • Mitochondriale Varianten
  • Repeat-Expansionen, sofern nicht anders dokumentiert
  • nicht kodierende Varianten, die Krankheiten verursachen, die von diesem Panel nicht mit abgedeckt werden
  • niedriger Mosaik-Status
  • Repeat-Blöcke von Mononukleotiden
  • Indels >50bp (Insertionen-Deletionen)
  • Deletionen oder Duplikationen einzelner Exons
  • Varianten innerhalb von Pseudogenen
  • die analytische Sensitivität kann geringer ausfallen werden, wenn die DNA nicht von amedes genetics extrahiert wurde

Laboranforderung

  • Die in grün gezeigten Gene sind kuratiert und werden als Gen-Panel untersucht. Eine Erweiterung des Panels (blau gezeigte Gene, jeweils ebenfalls kuratiert) kann auf Anfrage erfolgen. Sofern unter "Erweitertes Panel" ein Minuszeichen angezeigt wird, sind nur Core-/Basis-Gene verfügbar.

  • Für die Anforderung einer genetischen Untersuchung senden Sie uns bitte die Krankheits-ID auf einem Überweisungsschein. Bitte die Material-Angabe beachten.

  • Für privat versicherte Patienten empfehlen wir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung.

  • Die Untersuchung wird auch für Selbstzahler angeboten.