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Klinische FragestellungMultiples Myelom, Suszeptibilität

Zusammenfassung

Kurzinformation

Umfassendes panel zur Suszeptibilitätanalyse/Mutationssuche beim Multiplen Myelom mit 4 kuratierten Genen gemäß klinischer Verdachtsdiagnose

ID
MP0101
Anzahl Loci
Locus-TypAnzahl
Gen 4
Akkreditierte Untersuchung
Untersuchte Sequenzlänge
3,7 kb (Core-/Core-canditate-Gene)
4,8 kb (Erweitertes Panel: inkl. additional genes)
Analyse-Dauer
auf Anfrage
Untersuchungsmaterial
  • EDTA-Blut (3-5 ml)
Diagnostische Hinweise

NGS +

[Sanger]

 

Loci

Gen

NameExon-Länge (bp)OMIM-GReferenz-Seq.Erbgang
CCND1888NM_053056.3AD, Gen Fusion
LIG42736NM_002312.3AR
KRAS567NM_004985.5AD
NRAS570NM_002524.5AD, Sus

Infos zur Erkrankung

Klinischer Kommentar

Das Multiple Myelom (MM) ist ein Malignom der Plasmazellen, der durch eine Überproduktion abnormer Plasmazellen im Knochenmark und eine Zerstörung des Skeletts gekennzeichnet ist. Zu den klinischen Symptomen gehören Knochenschmerzen, Nierenfunktionsstörungen, Immunschwäche, Anämie und das Vorhandensein abnormer Immunglobuline (Ig). Häufig geht der malignen Erkrankung eine prämaligne Vorstufe voraus, die als monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) bezeichnet wird und sich zu einem asymptomatischen indolenten Multiplen Myelom (SMM) und schließlich zu einem Multiplen Myelom (MM) entwickeln kann. Zu den Risikofaktoren für ein MM zählen Alter, männliches Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, familiäre Vorbelastung und eine MGUS-Anamnese. Menschen afrikanischer Abstammung haben ein 2- bis 3-fach höheres Risiko, an MGUS und MM zu erkranken, und entwickeln ein MM in jüngerem Alter als andere. Darüber hinaus haben Verwandte ersten Grades von MGUS/MM-Patienten ein 2- bis 4-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko, was auf eine genetische Beteiligung an MGUS und MM hindeutet.

Literatur: https://www.orpha.net/de/disease/detail/29073;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2589004224028475

 

Synonyme
  • Alias: Medullary plasmacytoma
  • Alias: Myelomatosis, Morbus Kahler
  • Alias: Plasma cell myeloma
  • Allelic: Adenocarcinoma of lung, somatic (BRAF)
  • Allelic: Adrenocortical carcinoma, pediatric (TP53)
  • Allelic: Arteriovenous malformation of the brain, somatic (KRAS)
  • Allelic: Basal cell carcinoma 7 (TP53)
  • Allelic: Bladder cancer, somatic (KRAS)
  • Allelic: Breast cancer, somatic (KRAS)
  • Allelic: Breast cancer, somatic (TP53)
  • Allelic: Cardiofaciocutaneous syndrome (BRAF)
  • Allelic: Cardiofaciocutaneous syndrome 2 (KRAS)
  • Allelic: Choroid plexus papilloma (TP53)
  • Allelic: Colorectal cancer (TP53)
  • Allelic: Colorectal cancer, somatic (BRAF, NRAS)
  • Allelic: Colorectal cancer, susceptibility to (CCND1)
  • Allelic: Epidermal nevus, somatic (NRAS)
  • Allelic: Gastric cancer, somatic (KRAS)
  • Allelic: Glioma susceptibility 1 (TP53)
  • Allelic: Hepatocellular carcinoma, somatic (TP53)
  • Allelic: LEOPARD syndrome 3 (BRAF)
  • Allelic: LIG4 syndrome [Nijmegen breakage like syndrome] (LIG4)
  • Allelic: Leukemia, acute myeloid, somatic (KRAS)
  • Allelic: Li-Fraumeni syndrome (TP53)
  • Allelic: Lung cancer, somatic (KRAS)
  • Allelic: Melanocytic nevus syndrome, congenital, somatic (NRAS)
  • Allelic: Melanoma, malignant, somatic (BRAF)
  • Allelic: Nasopharyngeal carcinoma, somatic (TP53)
  • Allelic: Neurocutaneous melanosis, somatic (NRAS)
  • Allelic: Nonsmall cell lung cancer, somatic (BRAF)
  • Allelic: Noonan syndrome 3 (KRAS)
  • Allelic: Noonan syndrome 6 (NRAS)
  • Allelic: Noonan syndrome 7 (BRAF)
  • Allelic: Oculoectodermal syndrome, somatic (KRAS)
  • Allelic: Osteosarcoma (TP53)
  • Allelic: Pancreatic cancer, somatic (TP53)
  • Allelic: Pancreatic carcinoma, somatic (KRAS)
  • Allelic: RAS-associated autoimmune leukoproliferative disorder (KRAS)
  • Allelic: RAS-associated autoimmune lymphoproliferative syndrome type IV, somatic (NRAS)
  • Allelic: Schimmelpenning-Feuerstein-Mims syndrome, somatic mosaic (KRAS, NRAS)
  • Allelic: Thyroid carcinoma, follicular, somatic (NRAS)
  • Allelic: von Hippel-Lindau syndrome, modifier of (CCND1)
  • Multiple myeloma, resistance to (LIG4)
  • Multiple myeloma, susceptibility to (CCND1)
  • [Cancer driver genes partially included]
  • [Sequelae: Amyloidosis, systemic]
Erbgänge, Vererbungsmuster etc.
  • AD
  • AR
  • Gen Fusion
  • Sus
OMIM-Ps
  • Multiple OMIM-Ps
ICD10 Code

Bioinformatik und klinische Interpretation

Test-Stärken

  • DAkkS-akkreditiertes Labor
  • EU-Richtlinie für IVD in Umsetzung
  • Qualitäts-kontrolliert arbeitendes Personal
  • Leistungsstarke Sequenzierungstechnologien, fortschrittliche Target-Anreicherungsmethoden und Präzisions-Bioinformatik-Pipelines sorgen für überragende analytische Leistung
  • Sorgfältige Kuratierung klinisch relevanter und wissenschaftlich begründeter Gen-Panels
  • eine Vielzahl nicht Protein-kodierender Varianten, die in unseren klinischen NGS-Tests mit erfasst werden
  • unser strenges Variantenklassifizierungsschema nach ACMG-Kriterien
  • unser systematischer klinischer Interpretations-Workflow mit proprietärer Software ermöglicht die genaue und nachvollziehbare Verarbeitung von NGS-Daten
  • unsere umfassenden klinischen Aussagen

Testeinschränkungen

  • Gene mit eingeschränkter Abdeckung werden gekennzeichnet
  • Gene mit kompletten oder partiellen Duplikationen werden gekennzeichnet
  • es wird angenommen, dass ein Gen suboptimal abgedeckt ist, wenn >90% der Nukleotide des Gens bei einem Mapping-Qualitätsfaktor von >20 (MQ>20) nicht abgedeckt sind
  • die Sensitivität der Diagnostik zur Erkennung von Varianten mit genannten Testeinschränkungen ist möglicherweise begrenzt bei:
  • Gen-Konversionen
  • komplexe Inversionen
  • Balancierte Translokationen
  • Mitochondriale Varianten
  • Repeat-Expansionen, sofern nicht anders dokumentiert
  • nicht kodierende Varianten, die Krankheiten verursachen, die von diesem Panel nicht mit abgedeckt werden
  • niedriger Mosaik-Status
  • Repeat-Blöcke von Mononukleotiden
  • Indels >50bp (Insertionen-Deletionen)
  • Deletionen oder Duplikationen einzelner Exons
  • Varianten innerhalb von Pseudogenen
  • die analytische Sensitivität kann geringer ausfallen werden, wenn die DNA nicht von amedes genetics extrahiert wurde

Laboranforderung

  • Die in grün gezeigten Gene sind kuratiert und werden als Gen-Panel untersucht. Eine Erweiterung des Panels (blau gezeigte Gene, jeweils ebenfalls kuratiert) kann auf Anfrage erfolgen. Sofern unter "Erweitertes Panel" ein Minuszeichen angezeigt wird, sind nur Core-/Basis-Gene verfügbar.

  • Für die Anforderung einer genetischen Untersuchung senden Sie uns bitte die Krankheits-ID auf einem Überweisungsschein. Bitte die Material-Angabe beachten.

  • Für privat versicherte Patienten empfehlen wir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung.

  • Die Untersuchung wird auch für Selbstzahler angeboten.