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Klinische FragestellungHyperparathyreoidismus-Kiefertumor-Syndrom

Zusammenfassung

Kurzinformation

Leitlinien-kuratierte Einzelgen-Sequenzanalyse bei klinischem Verdacht auf Hyperparathyreoidismus-Kiefertumor-Syndrom

ID
HP6540
Anzahl Gene
1 Akkreditierte Untersuchung
Untersuchte Sequenzlänge
1,6 kb (Core-/Core-canditate-Gene)
- (Erweitertes Panel: inkl. additional genes)
Analyse-Dauer
auf Anfrage
Material
  • EDTA-Blut (3-5 ml)
Diagnostische Hinweise

NGS +

[Sanger]

 

Genpanel

Ausgewählte Gene

NameExon-Länge (bp)OMIM-GReferenz-Seq.Erbgang
CDC731596NM_024529.5AD

Infos zur Erkrankung

Klinischer Kommentar

Das Hyperparathyreoidismus-Kiefertumor-Syndrom wird durch Tumore in den Nebenschilddrüsen verursacht. Hyperparathyreoidismus stört das normale Kalzium-Äquilibrium im Blut, was zu Nierensteinen, Osteoporose, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck, Schwäche und Müdigkeit führen kann. In der Regel ist nur eine der vier Nebenschilddrüsen von gutartigen Adenomen betroffen. Etwa 15% dieser Patienten entwickeln ein Nebenschilddrüsenkarzinom. (Ober-)Kieferfibrome werden bei 25-50% der Betroffenen beobachtet, zusätzlich zu anderen Tumoren der Gebärmutter (75% der Frauen) und Nieren (20%, meist gutartig). Die Erkrankung wird autosomal dominant vererbt. Mutationen im CDC73-Gen verursachen das Hyperparathyreoidismus-Kiefertumor-Syndrom. Bei den meisten Patienten werden Mutationen durch Sequenzieren (70%) oder gezielte Deletions-/ Duplikations-Analysen (<30 %) nachgewiesen. Da die diagnostische Ausbeute mittels Molekulargenetik nicht vollständig ist, schließt ein negatives DNA-Testergebnis die klinische Diagnose auch nicht aus.

Referenz: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK3789/

 

Synonyme
  • Alias: Familial cystic parathyroid adenomatosis
  • Alias: Familial primary hyperparathyroidism with multiple ossifying jaw fibromas
  • Alias: Hereditary hyperparathyroidism-jaw tumor syndrome
  • Alias: Hyperparathyroidism 2
  • Hyperparathyroidism, familial primary (CDC73)
  • Hyperparathyroidism-jaw tumour syndrome, HPT-JT (CDC73)
  • Parathyroid adenoma with cystic changes (CDC73)
  • Parathyroid carcinoma (CDC73)
Erbgänge, Vererbungsmuster etc.
  • AD
OMIM-Ps
ICD10 Code

Bioinformatik und klinische Interpretation

Test-Stärken

  • DAkkS-akkreditiertes Labor
  • EU-Richtlinie für IVD in Umsetzung
  • Qualitäts-kontrolliert arbeitendes Personal
  • Leistungsstarke Sequenzierungstechnologien, fortschrittliche Target-Anreicherungsmethoden und Präzisions-Bioinformatik-Pipelines sorgen für überragende analytische Leistung
  • Sorgfältige Kuratierung klinisch relevanter und wissenschaftlich begründeter Gen-Panels
  • eine Vielzahl nicht Protein-kodierender Varianten, die in unseren klinischen NGS-Tests mit erfasst werden
  • unser strenges Variantenklassifizierungsschema nach ACMG-Kriterien
  • unser systematischer klinischer Interpretations-Workflow mit proprietärer Software ermöglicht die genaue und nachvollziehbare Verarbeitung von NGS-Daten
  • unsere umfassenden klinischen Aussagen

Testeinschränkungen

  • Gene mit eingeschränkter Abdeckung werden gekennzeichnet
  • Gene mit kompletten oder partiellen Duplikationen werden gekennzeichnet
  • es wird angenommen, dass ein Gen suboptimal abgedeckt ist, wenn >90% der Nukleotide des Gens bei einem Mapping-Qualitätsfaktor von >20 (MQ>20) nicht abgedeckt sind
  • die Sensitivität der Diagnostik zur Erkennung von Varianten mit genannten Testeinschränkungen ist möglicherweise begrenzt bei:
  • Gen-Konversionen
  • komplexe Inversionen
  • Balancierte Translokationen
  • Mitochondriale Varianten
  • Repeat-Expansionen, sofern nicht anders dokumentiert
  • nicht kodierende Varianten, die Krankheiten verursachen, die von diesem Panel nicht mit abgedeckt werden
  • niedriger Mosaik-Status
  • Repeat-Blöcke von Mononukleotiden
  • Indels >50bp (Insertionen-Deletionen)
  • Deletionen oder Duplikationen einzelner Exons
  • Varianten innerhalb von Pseudogenen
  • die analytische Sensitivität kann geringer ausfallen werden, wenn die DNA nicht von amedes genetics extrahiert wurde

Laboranforderung

  • Die in grün gezeigten Gene sind kuratiert und werden als Gen-Panel untersucht. Eine Erweiterung des Panels (blau gezeigte Gene, jeweils ebenfalls kuratiert) kann auf Anfrage erfolgen. Sofern unter "Erweitertes Panel" ein Minuszeichen angezeigt wird, sind nur Core-/Basis-Gene verfügbar.

  • Für die Anforderung einer genetischen Untersuchung senden Sie uns bitte die Krankheits-ID auf einem Überweisungsschein. Bitte die Material-Angabe beachten.

  • Für privat versicherte Patienten empfehlen wir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung.

  • Die Untersuchung wird auch für Selbstzahler angeboten.