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GenetischePanel-Diagnostik

ErkrankungSensorineurale Schwerhörigkeit Typ 1

Zusammenfassung

Kurzinformation

Kuratierte Einzelgen-Sequenzanalyse (GJB2-Gen) plus Deletionsanalyse im GJB6-Gen bei klinischem Verdacht auf Sensorineurale Schwerhörigkeit Typ 1

ID
SS0010
Anzahl Gene
2 Akkreditierte Untersuchung
Untersuchte Sequenzlänge
1,5 kb (Core-/Basis-Gene)
- (Erweitertes Panel)
Analyse-Dauer
auf Anfrage
Material
  • EDTA-Blut (3-5 ml)
  • Mundschleimhaut (mind. zwei Abstrichtupfer)
Diagnostische Hinweise

NGS +

Sanger

 

Genpanel

Ausgewählte Gene

NameExon-Länge (bp)OMIM-GErbgang
GJB2681AD und/oder AR und/oder Dig
GJB6786AD und/oder AR

Infos zur Erkrankung

Klinischer Kommentar

s.a. Orphanet# 90636

Schallempfindungs-Schwerhörigkeit (neurosensorischer Ursprung in Verbindung mit dem Innenohr) statt Schallleitungsschwerhörigkeit (Anomalien in der Verstärkung der Schallwellen zwischen Mittelohr - Trommelfell und Gehörknöchelchen + Außenohr); Alzheimer-Formen treten sehr früh auf + beidseitiger Hörverlust mit unterschiedlichem Schweregrad (von leicht bis hochgradig); in den entwickelten Ländern 60-80% des früh einsetzenden Hörverlustes genetisch bedingt

 

Synonyme
  • Alias: AD isolated neurosensory deafness type DFNA
  • Alias: AD isolated neurosensory hearing loss type DFNA
  • Alias: AD isolated sensorineural deafness type DFNA
  • Alias: AD isolated sensorineural hearing loss type DFNA
  • Alias: AD non-syndromic neurosensory deafness type DFNA
  • Alias: AD non-syndromic neurosensory hearing loss type DFNA
  • Alias: AD non-syndromic sensorineural hearing loss type DFNA
  • Alias: AR isolated neurosensory deafness type DFNB
  • Alias: AR isolated sensorineural deafness type DFNB
  • Alias: AR non-syndromic neurosensory deafness type DFNB
  • Alias: AR non-syndromic sensorineural deafness type DFNB
  • Alias: Nicht-syndromale Hörstörung
  • Allelic: Bart-Pumphrey syndrome (GJB2)
  • Allelic: Ectodermal dysplasia 2, Clouston type (GJB6)
  • Allelic: Hystrix-like ichthyosis with deafness (GJB2)
  • Allelic: Keratitis-ichthyosis-deafness syndrome (GJB2)
  • Allelic: Keratoderma, palmoplantar, with deafness (GJB2)
  • Allelic: Vohwinkel syndrome (GJB2)
  • Deafness, AD (GJB2)
  • Deafness, AD 3B (GJB6)
  • Deafness, AR 1A (GJB2)
  • Deafness, AR 1B (GJB6)
  • Deafness, digenic GJB2/GJB6 (GJB6)
Erbgänge, Vererbungsmuster etc.
  • AD und/oder AR
  • AD und/oder AR und/oder Dig
OMIM-Ps
ICD10 Code
H90.-

Bioinformatik und klinische Interpretation

Test-Stärken

  • DAkkS-akkreditiertes Labor
  • EU-Richtlinie für IVD in Umsetzung
  • Qualitäts-kontrolliert arbeitendes Personal
  • Leistungsstarke Sequenzierungstechnologien, fortschrittliche Target-Anreicherungsmethoden und Präzisions-Bioinformatik-Pipelines sorgen für überragende analytische Leistung
  • Sorgfältige Kuratierung klinisch relevanter und wissenschaftlich begründeter Gen-Panels
  • eine Vielzahl nicht Protein-kodierender Varianten, die in unseren klinischen NGS-Tests mit erfasst werden
  • unser strenges Variantenklassifizierungsschema nach ACMG-Kriterien
  • unser systematischer klinischer Interpretations-Workflow mit proprietärer Software ermöglicht die genaue und nachvollziehbare Verarbeitung von NGS-Daten
  • unsere umfassenden klinischen Aussagen

Testeinschränkungen

  • Gene mit eingeschränkter Abdeckung werden gekennzeichnet
  • Gene mit kompletten oder partiellen Duplikationen werden gekennzeichnet
  • es wird angenommen, dass ein Gen suboptimal abgedeckt ist, wenn >90% der Nukleotide des Gens bei einem Mapping-Qualitätsfaktor von >20 (MQ>20) nicht abgedeckt sind
  • die Sensitivität der Diagnostik zur Erkennung von Varianten mit genannten Testeinschränkungen ist möglicherweise begrenzt bei:
  • Gen-Konversionen
  • komplexe Inversionen
  • Balancierte Translokationen
  • Mitochondriale Varianten
  • Repeat-Expansionen, sofern nicht anders dokumentiert
  • nicht kodierende Varianten, die Krankheiten verursachen, die von diesem Panel nicht mit abgedeckt werden
  • niedriger Mosaik-Status
  • Repeat-Blöcke von Mononukleotiden
  • Indels >50bp (Insertionen-Deletionen)
  • Deletionen oder Duplikationen einzelner Exons
  • Varianten innerhalb von Pseudogenen
  • die analytische Sensitivität kann geringer ausfallen werden, wenn die DNA nicht von amedes genetics extrahiert wurde

Laboranforderung

  • Die in grün gezeigten Gene sind kuratiert und werden als Gen-Panel untersucht. Eine Erweiterung des Panels (blau gezeigte Gene, jeweils ebenfalls kuratiert) kann auf Anfrage erfolgen. Sofern unter "Erweitertes Panel" ein Minuszeichen angezeigt wird, sind nur Core-/Basis-Gene verfügbar.

  • Für die Anforderung einer genetischen Untersuchung senden Sie uns bitte die Krankheits-ID auf einem Überweisungsschein. Bitte die Material-Angabe beachten.

  • Für privat versicherte Patienten empfehlen wir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung.

  • Die Untersuchung wird auch für Selbstzahler angeboten.