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Klinischer BereichDiabetologie

KrankheitDiabetes mellitus, MODY

Zusammenfassung

ID
DP0010
Anzahl Gene
14
Untersuchte Sequenzlänge
21,1 kb (Core-/Basis-Gene)
23,4 kb (Erweitertes Panel)
Analyse-Dauer
auf Anfrage
Material
  • EDTA-Blut (3-5 ml)
Diagnostische Hinweise

NGS +

[Sanger]

 

Genpanel

Ausgewählte Gene

NameExon-Länge (bp)OMIM-GErbgang
ABCC84759AD und/oder AR
APPL12129AD
BLK1518AD
GCK1496AD und/oder AR
HNF1A1906AD und/oder AR und/oder Dig und/oder Sus
HNF1B1684AD und/oder Sus
HNF4A1599AD und/oder Dig und/oder Sus
INS333AD und/oder AR
KCNJ111173AD und/oder AR und/oder Ass
KLF111539AD
NEUROD11071AD und/oder Dig
PAX41032AD und/oder AR
PDX1852AD und/oder AR und/oder Dig und/oder Sus
CEL2271AD

Infos zur Krankheit

Klinischer Kommentar

MODY ist die häufigste Form von monogenem Diabetes. Die klinischen Merkmale der MODY variieren je nach genetischer Ätiologie. Die häufigsten Subtypen sind HNF1A-MODY (30-50%), GCK-MODY (30-50%), HNF4A-MODY (10%) und HNF1B-MODY (1-5%). Letzteres wird auch als Nierenzysten und Diabetes-Syndrom bezeichnet. Mindestens neun weitere seltenere genetische Subtypen wurden beschrieben. Patienten mit HNF1A- und HNF4A-Mutationen haben eine langsam fortschreitende Beta-Zell-Dysfunktion. Vaskuläre Komplikationen des Diabetes werden mit einer ähnlichen Häufigkeit wie bei Typ-1- oder Typ-2-Diabetes beobachtet. Der GCK-assoziierte MODY ist durch eine asymptomatische, nicht fortschreitende milde Nüchternhyperglykämie mit niedrigen postprandialen Glukoseexkursionen von Geburt an gekennzeichnet und ist nicht mit vaskulären Komplikationen assoziiert. Zu den Indikationen für genetische Tests auf MODY gehören das Auftreten von Diabetes in der Adoleszenz oder im jungen Erwachsenenalter, die Aufrechterhaltung der endogenen Insulinproduktion und in der Regel eine signifikante Diabetes-Familiengeschichte in der Familie. Der Erbgang ist in der Regel autosomal dominant; Penetranz-Werte variieren je nach mutierten Genen.

Referenz: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK500456/

 

Synonyme
  • Allelic: Diabetes mellitus, insulin-dependent (HNF1A)
  • Allelic: Diabetes mellitus, insulin-dependent, 2 (INS)
  • Allelic: Diabetes mellitus, insulin-dependent, 20 (HNF1A)
  • Allelic: Diabetes mellitus, ketosis-prone, susceptibility to (PAX4)
  • Allelic: Diabetes mellitus, noninsulin-dependent (ABCC8, HNF1B, HNF4A)
  • Allelic: Diabetes mellitus, noninsulin-dependent, 2 (HNF1A)
  • Allelic: Diabetes mellitus, noninsulin-dependent, late onset (GCK)
  • Allelic: Diabetes mellitus, permanent neonatal (ABCC8, GCK, INS)
  • Allelic: Diabetes mellitus, permanent neonatal, with neurologic features (KCNJ11)
  • Allelic: Diabetes mellitus, transient neonatal 2 (ABCC8)
  • Allelic: Diabetes mellitus, transient neonatal, 3 (KCNJ11)
  • Allelic: Diabetes mellitus, type 1 (INS)
  • Allelic: Diabetes mellitus, type 2 (PAX4)
  • Allelic: Diabetes mellitus, type 2, susceptibility to (KCNJ11, PDX1, NEUROD1)
  • Allelic: Hepatic adenoma, somatic (HNF1A)
  • Allelic: Hyperinsulinemic hypoglycemia, familial, 1 (ABCC8)
  • Allelic: Hyperinsulinemic hypoglycemia, familial, 2 (KCNJ11)
  • Allelic: Hyperinsulinemic hypoglycemia, familial, 3 (GCK)
  • Allelic: Hyperproinsulinemia (INS)
  • Allelic: Hypoglycemia of infancy, leucine-sensitive (ABCC8)
  • Allelic: Pancreatic agenesis 1 (PDX1)
  • Allelic: Renal cell carcinoma (HNF1A, HNF1B)
  • Allelic: Renal cysts and diabetes syndrome (HNF1B)
  • Fanconi renotubular syndrome 4, with MODY (HNF4A)
  • MODY, type 1 (HNF4A)
  • MODY, type II (GCK)
  • MODY, type III (HNF1A)
  • MODY, type IV (PDX1)
  • MODY, type IX (PAX4)
  • MODY, type VI (NEUROD1)
  • MODY, type VII (KLF11)
  • MODY, type VIII (CEL)
  • MODY, type X (INS)
  • MODY, type XI (BLK)
  • MODY, type XIII (KCNJ11)
  • MODY, type XIV (APPL1)
Erbgänge, Vererbungsmuster etc.
  • AD
  • AD und/oder AR
  • AD und/oder AR und/oder Ass
  • AD und/oder AR und/oder Dig und/oder Sus
  • AD und/oder Dig
  • AD und/oder Dig und/oder Sus
  • AD und/oder Sus
OMIM-Ps
  • Keine OMIM-Ps verknüpft
ICD10 Code
E13.-

Bioinformatik und klinische Interpretation

Test-Stärken

  • DAkkS-akkreditiertes Labor
  • EU-Richtlinie für IVD in Umsetzung
  • Qualitäts-kontrolliert arbeitendes Personal
  • Leistungsstarke Sequenzierungstechnologien, fortschrittliche Target-Anreicherungsmethoden und Präzisions-Bioinformatik-Pipelines sorgen für überragende analytische Leistung
  • Sorgfältige Kuratierung klinisch relevanter und wissenschaftlich begründeter Gen-Panels
  • eine Vielzahl nicht Protein-kodierender Varianten, die in unseren klinischen NGS-Tests mit erfasst werden
  • unser strenges Variantenklassifizierungsschema nach ACMG-Kriterien
  • unser systematischer klinischer Interpretations-Workflow mit proprietärer Software ermöglicht die genaue und nachvollziehbare Verarbeitung von NGS-Daten
  • unsere umfassenden klinischen Aussagen

Testeinschränkungen

  • Gene mit eingeschränkter Abdeckung werden gekennzeichnet
  • Gene mit kompletten oder partiellen Duplikationen werden gekennzeichnet
  • es wird angenommen, dass ein Gen suboptimal abgedeckt ist, wenn >90% der Nukleotide des Gens bei einem Mapping-Qualitätsfaktor von >20 (MQ>20) nicht abgedeckt sind
  • die Sensitivität der Diagnostik zur Erkennung von Varianten mit genannten Testeinschränkungen ist möglicherweise begrenzt bei:
  • Gen-Konversionen
  • komplexe Inversionen
  • Balancierte Translokationen
  • Mitochondriale Varianten
  • Repeat-Expansionen, sofern nicht anders dokumentiert
  • nicht kodierende Varianten, die Krankheiten verursachen, die von diesem Panel nicht mit abgedeckt werden
  • niedriger Mosaik-Status
  • Repeat-Blöcke von Mononukleotiden
  • Indels >50bp (Insertionen-Deletionen)
  • Deletionen oder Duplikationen einzelner Exons
  • Varianten innerhalb von Pseudogenen
  • die analytische Sensitivität kann geringer ausfallen werden, wenn die DNA nicht von amedes genetics extrahiert wurde

Laboranforderung

  • Die in grün gezeigten Gene sind kuratiert und werden als Gen-Panel untersucht. Eine Erweiterung des Panels (blau gezeigte Gene) kann auf Anfrage erfolgen. Sofern unter "Erweitertes Panel" ein Minuszeichen angezeigt wird, sind nur Core-/Basis-Gene verfügbar.

  • Für die Anforderung einer genetischen Untersuchung senden Sie uns bitte die Krankheits-ID auf einem Überweisungsschein. Bitte die Material-Angabe beachten.

  • Sofern die untersuchte Sequenzlänge mit mehr als 25 kB angegeben ist, muss für gesetzlich versicherte Patienten zur Abrechnung der GOP 11514 EBM ein Antrag bei der Krankenversicherung gestellt werden.

  • Für privat versicherte Patienten empfehlen wir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung.

  • Die Untersuchung wird auch für Selbstzahler angeboten.