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Anforderung diagnostischer Tests

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu:

  • Materialentnahme
  • Material, an dem eine Diagnostik erfolgen kann
  • Probenkennzeichnung
  • Anforderungsscheine
  • Laborbudget
  • Probentransport
  • Probenaufbewahrung

     

Materialentnahme

Für eine molekulargenetische Diagnostik wird in der Regel EDTA-Blut benötigt, für alle zytogenetischen und molekularzytogenetischen Untersuchungen heparinisiertes Blut (Lithium-, Natrium- oder Ammonium-Heparin in einer Dosierung von 100 IE/ml).

Aus folgenden weiteren Materialien kann eine Diagnostik erfolgen:

Fruchtwasser (ab der 14. SSW)
Chorionzotten (CVS) oder Plazentazotten (ab der 11. SSW)
peripheres Blut/Knochenmark (heparinisiert oder mit EDTA versetzt)
Nabelschnurblut (heparinisiert oder mit EDTA versetzt)
Fehlgeburtsgewebe (nicht fixiert!)
Tumorgewebe (z. B. für Mikrosatellitenanalyse)
Andere Gewebe (z. B. Haut)
Abstriche aus Mundschleimhaut (z. B. für molekulargenetische Untersuchung bei Kindern, falls nur geringe DNA Mengen benötigt werden)
Sie können Vacutainer oder Monovetten ohne Trenngel verwenden.

Nicht geeignet für genetische Untersuchungen sind Vollblut, Serum oder Citratblut.

Probenkennzeichnung
Bitte beschriften Sie jedes Probengefäß mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Patienten.

Anforderungsscheine
WICHTIG !
Zur Durchführung einer genetischen Untersuchung fordert das Gendiagnostikgesetz (GenDG) die schriftliche Einwilligung des Patienten. Diese Einwilligung ist in unsere Anforderungsscheine integriert. 

Genetische Untersuchungen belasten das Laborbudget nicht!

Bei Privatpatienten oder im stationären Bereich benötigen wir die entsprechenden Informationen. Bitte geben Sie an, wer die Rechnung erhalten soll.

Probentransport
Der Probentransport kann per Post oder durch einen Kurier erfolgen. Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie einen Kurierdienst in Anspruch nehmen möchten. Eine Kühlung ist nicht erforderlich, keinesfalls die Proben einfrieren (Vorsicht auch bei Frostgefahr im Winter). Bei Knochenmarksproben unbedingt einen Transport innerhalb von 24 Stunden sicherstellen.

Für Fragen, zur Rücksprache oder zur Anforderung von Probengefäßen und Probenentnahmeröhrchen stehen wir unter der Telefonnummer 0511/3017950 gerne zur Verfügung.

Probenaufbewahrung
Laut Gendiagnostik-Gesetz § 13 muss eine Probe umgehend nach Abschluss der Untersuchung vernichtet werden. Der Patient kann aber schriftlich bestimmen, dass er eine weitere Aufbewahrung der Probe wünscht, z.B. einfach durch Ankreuzen der entsprechenden Wahlmöglichkeit in unserem Einwilligungs-Formular. Die Probe kann dann ggf. für weiterführende Untersuchungen oder einen erneuten Untersuchungsauftrag verwendet werden.