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Diagnostik von Leukämien und Lymphomen


Leukämie 

ist eine bösartige (maligne) Erkrankung des blutbildenden oder des lymphatischen Systems und gehört im weiteren Sinne zu den Krebserkrankungen. Bei Leukämien findet man eine stark vermehrte Bildung von Vorläuferzellen der weißen Blutzellen, die ihre normale Funktion weitgehend verloren haben.  Diese werden dann Leukämiezellen genannt und breiten sich im Knochenmark aus. Dort unterdrücken sie die normale Blutbildung und treten in deutlich vermehrter Anzahl im peripheren Blut auf. Sie können LeberMilzLymphknoten und weitere Organe befallen und dadurch ihre Funktion beeinträchtigen. Diese Störungen insgesamt beeinträchtigen die normale Blutbildung. Es entsteht meist eine Anämie durch Mangel an roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren. Hinzu kommt ein Mangel an blutungsstillenden Blutplättchen und ein Mangel an funktionstüchtigen weißen Blutzellen.


Lymphom

ist ein Oberbegriff für chronische Lymphknoten-Vergrößerungen oder Lymphknotenschwellungen bzw. Tumoren des Lymphgewebes.

Eine gutartige (benigne) Vergrößerung der Lymphknoten entsteht z.B. durch Entzündung  (Lymphadenitis). Ursachen können sein: harmlose Erkrankungen, wie z.B. eine Infektion der oberen Luftwege, Entzündungen an den Zähnen, virale Infektionen (Mononukleose, HIV-Infektion), bakterielle Erkrankungen (Borreliose infolge eines Zeckenbisses), (Lymphknoten-)Tuberkulose. Gutartige Lymphome heilen meist nach Abklingen der Entzündung ab.

Maligne Lymphome sind bösartige Tumorerkrankungen (Neoplasien), die durch sog. monoklonales Wachstum von lymphatischen Zellen entstehen. Lymphatische Zellen sind Bestandteil von Lymphknoten, Tonsillen (Rachenmanden), Knochenmark und Milz. Es werden B-Lymphozyten von T-Lymphozyten und die Zellen des RHS (retikulohistiozytäres System) unterschieden. Maligne Lymphome treten gehäuft bei älteren Menschen auf (Altersgipfel >50 Jahre), finden sich aber auch im Kindesalter.

Nach WHO-Klassifikation werden das Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphome unterschieden. Beim Non-Hodgkin-Lymphom erfolgt eine Einteilung in B-Zell-Lymphome und T-Zell-Lymphome. Die genaue Klassifikation dieser Erkrankungen hat eine besondere Bedeutung für die Prognose.