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Fluoreszenz in situ Hybridisierung - Onkologie

FISH (Hämato-/Onkologie)

FISH - Hämato-/Onkologie

Klinisch-genetische Grundlagen:

Die Tumorzytogenetik beschäftigt sich vorwiegend mit hämatoonkologischen Fragestellungen und  identifiziert mit unterschiedlichen Methoden Veränderungen im Genom maligner Zellpopulationen. Durch die Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) - eine molekularzytogenetische Technik -  können strukturelle und / oder numerische Aberrationen auch in nicht proliferierenden Zellen analysiert werden (Interphase-FISH).  Erkenntnisse, die aus genetischen Untersuchungen gewonnen werden,  leisten zur Diagnose, Prognoseeinschätzung / Risikostratifikation, Therapieplanung und Therapiekontrolle einen wichtigen Beitrag.

Die Resultate der FISH-Diagnostik werden im tumorzytogenetischen Befundbericht in Form einer international gültigen FISH-Formel (nach ISCN) dargestellt. Außerdem beinhaltet dieser eine schriftliche Beschreibung der Hybridisierungsmuster sowie eine übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse in Kurzform (Befund). Es folgt die Bewertung der Ergebnisse vor dem klinischen Hintergrund (Beurteilung). Hier wird in Abhängigkeit von der Fragestellung auf die Diagnose/Verdachtsdiagnose, Differentialdiagnosen, prognostische Bedeutung, die Bedeutung im Therapieverlauf (z.B. Remission, Rezidiv, Progress), zytogenetische Vorbefunde sowie ggf. weiterführende Diagnostik eingegangen.

 

Indikation: 

Hämatologische Systemerkrankungen / Neoplasien

(u.a. Akute Leukämien; MDS; MPN; CLL; Multiples Myelom; B-NHL etc.)

  • Diagnosestellung
  • Ausschlussdiagnostik
  • Risikostratifikation
  • Therapieverläufe

 

Material und Transportbedingungen:

Für die Zusendung des Untersuchungsmaterials kann der Abholdienst/Kurierdienst unter folgender Telefon-Nr. beauftragt werden:  0201-74776-0

Hinweis: Probenannahme auch Samstags möglich. Bitte Samstagszustellung veranlassen.

Download Begleitschein

Dauer der Untersuchung: 

1 Tag                      Testhäufigkeit: täglich

 Erbringungsort: Labor Essen

 

Diagnostisches Verfahren:

Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH)

Die FISH-Technik untersucht spezifische Regionen mit Fluoreszenz-markierten Gensonden beispielsweise in Interphasezellkernen (z.B. Knochenmarkausstriche, Blutausstriche), in Gewebeschnitten oder Metaphasechromosomen (Metaphase-FISH).

Da hier z.B. gezielt spezifische Translokationen, Deletionen, Inversionen und/oder Amplifikationen untersucht werden können, gilt diese Methode als ideale Ergänzung zur Chromosomenbandenanalyse. Die FISH erfordert die Kenntnis der Zielregionen und untersucht mit höherer Sensitivität lediglich ausgewählte Aberrationen/Regionen.

Zudem ist es möglich eine bestimmte Zellfraktion (z.B. CD138-positive Plasmazellen) zu untersuchen. Weitere positive Aspekte der FISH-Technik sind kurze Analysezeiten (4-24 Stunden), die Anwendung bei Verlaufskontrollen sowie der Einsatz als ergänzendes Untersuchungsverfahren. So können beispielsweise in der klassischen Chromosomenbänderungsanalyse kryptische, d.h. lichtmikroskopisch nicht sichtbare Veränderungen, mit der FISH-Technik identifiziert werden. Es stehen umfangreiche Erkrankungs-spezifische FISH-Sonden-Panel zur Verfügung.

Hinweise:

Bitte klinische Angaben (Verdachtsdiagnose, Therapie, ggf. Vorbefunde)!

Weiterführende Informationen: Spezielle Diagnostik - Leukämien und Lymphome