Sie sind hier: Startseite / Genetik / Leistungsverzeichnis-gesamt / IL28B

IL28B

Therapie-Monitoring (Interferon-α plus Ribavirin) bei Hepatitis C

IL28B-Genotyps  (T/C- Dimorphismus  rs12979860) [b]

OMIM-Nummer 609532, 607402

Klinisch-genetische Grundlagen:
Die Infektion mit dem Hepatitis C Virus (170 Millionen Fälle weltweit) verläuft  in 70-80 % der Fälle  persistierend und führt bei ca. 30 % der Patienten zu chronischen Lebererkrankungen wie Leber-Zirrhose  oder Hepatozellulärem Karzinom. Unterschiede in der Immunabwehr, die über das spontane  Ausheilen versus Chronifizierung der Hepatitis entscheiden, beeinflussen auch das Ansprechen auf die Standard-anti-virale Therapie mit Interferon-α plus Ribavirin.

In einer kürzlich  durchgeführten genomweiten Assoziationsstudie wurde ein Einzel-Nukleotid-T/C-Dimorphismus (rs12979860) auf Chromosom 19 in der Nähe des IL28B-Gens gefunden, der sowohl Prognosen für das spontane HCV- Clearance wie auch für das Ansprechen auf antivirale Therapien mit Peg-Interferon- α und Ribavirin ermöglicht.

Genotyp  rs12979860

Spontane HCV-Clearance

Dauerhaftes Ansprechen einer antiviralen Therapie

C/C

51,8  -  53,0   %

Ca.  55   -  80  %

C/T

27,8  -  33,0   %

Ca.  20   -  40  %

T/T

20,8  -  31,4  %

Ca.  20  -  35  %


Indikation:

Abklärung des IL-28B-Genotyps  im Vorfeld der antiviralen Therapie mit Interferon-α plus Ribavirin;

Material und Transportbedingungen: 
2-5  ml EDTA-Blut, Transport bei Raumtemperatur

Dauer der Untersuchung:
1 – 2 Wochen nach Probeneingang

Diagnostisches Verfahren:
Aus dem EDTA-Blut wird DNA isoliert. Mittels PCR und anschließender Sequenzierung wird der Genotyp  rs12979860 analysiert.