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KRAS

KRAS-Mutationen bei metastasiertem, kolorektalen Karzinom vor EGFR-Antikörpertherapie (Cetuximab und Panitumumab)

KRAS-Mutationen bei metastasiertem, kolorektalen Karzinom vor EGFR-Antikörpertherapie (Cetuximab und Panitumumab)

Gen: KRAS

Locus: Chromosom 12p12.1

OMIM-Nummer: 190070

Klinisch-genetische Grundlagen:
Zur Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms können EGFR-Antikörper (Cetuximab und
Panitumumab) eingesetzt werden. Die Therapie ist vor allem bei Patienten wirksam, bei denen im
Tumorgewebe keine KRAS-Mutation vorliegt. Dies ist bei etwa 60% der Patienten der Fall. Bei 40% der Patienten
mit metastasiertem kolorektalem Karzinom finden sich Mutationen im KRAS-Gen. Die Mutationen betreffen in
etwa 78% der Fälle Codon 12 (G12D, G12V, G12C, G12A, G12S), in etwa 20% der Fälle Codon 13 (G13D, G13C,
G13R) und selten Codon 61.
Neben Patienten mit kolorektalem Karzinom kann die Testung auch für Patienten mit Pankreaskarzinom und
nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom sinnvoll sein.

 

Erbgang:
Erworbene Mutation

Indikation:
Abschätzung der Wirksamkeit von EGFR-Antikörpern bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom

Material und Transportbedingungen:
Tumormaterial / Schnittpräparate

Dauer der Untersuchung:
2 Wochen

Diagnostisches Verfahren:
Polymerase-Ketten-Reaktion, DNA-Sequenzierung Exon 2 und 3 des KRAS-Gens. Hierdurch werden die Codons
12, 13 und 61 erfasst.